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Die alt-katholische Kirche in Österreich

Die alt-katholische Bewegung begann mit einem Aufbegehren gegen die beiden Glaubensstze des 1. Vatikanischen Konzils 1870 von der Unfehlbarkeit und Allgewalt des Papstes. Von diesem Zeitpunkt an waren alle Katholiken verpflichtet, diese kirchliche Lehre zu glauben. Viele Katholiken hielten damals diese Glaubensstze fr unvereinbar mit dem Zeugnis der Bibel und mit dem Glauben der alten Kirche.

Wer seine Zweifel ffentlich ausdrckte, wurde von der rmisch-katholischen Kirche ausgeschlossen. Mutige Frauen und Mnner setzten ihre kirchliche, soziale und wirtschaftliche Position aufs Spiel, um ihren Gewissensentscheidungen treu zu bleiben. Die so Ausgeschlossenen grndeten notgedrungen eigene Gemeinden. Eine eigene Kirche wollten sie nicht grnden, da sie auf die Rcknahme der Konzilsentscheidungen aus Einsicht hofften. Dass es dazu nicht gekommen ist und dadurch alt-katholische Landeskirchen entstehen mussten, ist bekannt.

Der erste Schritt der alt-katholischen Bewegung war das Aufbegehren, das Nein zu den Dogmen. Die alt-katholischen Mtter und Vter sind jedoch nicht beim Protest gegen die vatikanischen Glaubensstze stehen geblieben. Sie haben sich auf die kirchlichen Strukturen der ersten Jahrhunderte besonnen und eine Erneuerung der Kirche im Geiste des Anfangs begonnen. Dazu haben sie sich die Erkenntnisse der Theologie ihrer Zeit zu Eigen gemacht und das Leben der Kirche unter dem Gesichtspunkt der historisch-kritischen Forschung neu bedacht. Eine nchterne Spiritualitt, die geprgt war von Gottsuche und Verantwortung gegenber den Menschen, floss in die Kirchen ein. Man kehrte zurck zu den Quellen des Christentums und entdeckte die synodale Struktur der Kirche wieder. Das heit: das Miteinander von Laien und Geistlichen wurde garantiert, auf Kongressen und Synoden suchten sie auf einem gemeinsamen Weg Kirche zu gestalten.

1877 wurde die Alt-katholische Kirche in sterreich staatlich anerkannt.

Die Synodal- und Gemeindeordnungen aus den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts schufen eine Machtbalance zwischen Geistlichen und Laien.

Es war fr die alt-katholischen Kirchen kein Schaden sondern eher eine Gnade, dass sie klein geblieben sind. In ihrer berschaubarkeit waren sie in der Lage, sehr schnell auf die Not der Menschen um des Himmelreiches willen zu reagieren und fr die Menschen Etwas zu bewegen. Erinnert sei nur an das Begrbnis fr sogenannte Ausgetretene, das Begrbnis fr Selbstmrder, an die Mglichkeit einer zweiten sakramentalen Ehesegnung und vieles mehr.

Dass Kirche bei uns in den Kirchengemeinden lebt, ist unbersehbar. Dort wo Kirche in den Gemeinden das Ohr am Puls der Menschen hat, Entscheidungen vorbereitet, diskutiert und auf den Weg bringt, bleibt sie lebendig.

Dass 1876 drei Kirchengemeinden Wien, Ried und Warnsdorf den Mut hatten, mit 2000 Mitgliedern eine Kirche zu grnden, zeigt was Wenige bewegen knnen.

Dass sich unsere Kirche 1997 mehrheitlich fr die Zulassung der Frauen zum geistlichen Amt wie auch zur Segnung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften entschieden hat, ist ein Zeichen, dass sich etwas bewegt in unserer Kirche. Ebenso, dass wir unseren Bischof whlen!

Die Vielfalt unserer Gottesdienste und die verschiedenen spirituellen Traditionen, die unsere Gemeindemitglieder in die Kirche hinein gebracht haben, mgen auf den ersten Blick vielleicht etwas verwirrend sein. Aber ich glaube, sie sind die Voraussetzung dafr, dass wir Menschen, die eine kirchliche Heimat suchen und die nicht mehr traditionell religis geprgt sind, auffangen knnen.

So stehen wir als katholische Reformkirche fr Offenheit und Toleranz.


Was tun im Todesfall?

Wenn Sie fr einen Angehrigen eine alt-katholische Aussegnung wnschen ist das jederzeit mglich auch wenn jemand aus der Kirche ausgetreten ist, ist das sehr gerne mglich!

Deponieren Sie bei der BESTATTUNG den Wunsch nach einer alt-katholischen Aussegnung die Bestattung ruft dann unsere DIENSTEINTEILUNG, Fr. Dagmar HODEK an (Tel. 1/ 317 83 94 in den Brozeiten).
Mit Frau Hodek wird dann der Termin fixiert, der zur Durchfhrung beauftragte Geistliche ruft danach den Besteller bezglich Ablauf und persnlichen Daten fr die Ansprache, an!
Teil des Begrbnisses ist der auch der GEDCHTNISGOTTESDIENST, der in der Begrbniswoche stattfindet, in dem wir in besonderer Weise an unsere Verstorbenen denken.


KONTAKTADRESSEN


Bro der Kirchenleitung der Alt-katholischen Kirche sterreichs
1010 Wien, Schottenring 17

Sekretariat des Bischofs, Diensteinteilung fr Aussegnungen,
Kirchenbeitragsstelle, Diakonie
Tel. 1/ 317 84 94 Fax: 317 83 94/9



Pfarramt St. Salvator
Altes Rathaus
Wipplingerstr. 6
1010 Wien

Brozeiten: Mo-Fr 10-14 Uhr
Pfarramtstsunden: Mi 17.30-18.30 Uhr

Die Salvatorkirche ist die zweit-lteste Kirche Wiens!

Website der Altkatholischen Kirche sterreichs: www.altkatholiken.at

Hier finden Sie alle Kirchengemeinden, sowie weiterfhrende Informationen!

 

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